Andacht November 2019 Januar 2020

Gott ist treu. (1Kor 1,9)

Liebe Leserin, lieber Leser,

es ist Advent. Das bunte Treiben in den Straßen und Gassen der Kleinstadt nimmt zu. Die Menschen sind wieder mehr unterwegs als noch im tristen November. Auch Angela ist unterwegs. Sie trifft sich mit ihrer Freundin Gabi in einem kleinen Café am Markt.

Beide bestellen einen Cappuccino und vertiefen sich ins Gespräch. Kurze Zeit später steht das gewünschte Getränk vor ihnen auf dem Tisch, verziert mit einem Kakaostern. Die beiden Freundinnen bewundern die Idee und finden die Sterne so gelungen, dass sie lange nicht daran denken, auch nur einen Schluck zu trinken.

„Weißt du“, sagt Angela, „ich mag die Sterne. Ich mag es, wenn im Advent und zu Weihnachten in den Geschäften und Wohnungen so viele Sterne leuchten. Große und kleine. Sie verbreiten so ein warmes Licht, da fühle ich mich richtig geborgen.“ „Ja, das geht mir auch so!“ Gabi nickt bestätigend. „Aber ich mag auch die echten Sterne, also die am Himmel. Jetzt, wo es so zeitig finster wird, da sieht man so viele von ihnen am Himmel funkeln. Ich suche immer nach dem Orion und dann nach dem Großen Wagen. Und dann natürlich auch nach dem Nordpolarstern. Du weißt schon, die hintere Achse fünfmal verlängern...“ Angela hörte ihrer Freundin aufmerksam zu. Gabi fuhr fort: „Ich mag es, mich anhand der Sternbilder zu orientieren. Ich fühle mich da zwar ganz klein, aber gut aufgehoben.“ „So, wie du davon erzählst,“ unterbrach Angela sie, „erinnert mich das an die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland. Die beobachteten den Sternenhimmel ja auch ganz genau und orientierten sich dann an dem hellsten Stern. Er sollte sie zu einem neugeborenen König führen, so glaubten sie. Und darum folgten sie diesem Stern. Immer hatten sie ihn im Blick. Nie verschwand der Stern. Er blieb quasi bei ihnen und leuchtete ihnen den Weg. Bis sie schließlich das neugeborene Jesuskind in der Krippe fanden.“ „Stimmt“, pflichtete Gabi ihr bei, „der helle Stern ließ sie nie allein. Die Weisen werden sich bei seinem Anblick bestimmt auch geborgen gefühlt haben, gut aufgehoben und auf dem richtigen Weg.“

Gerade als Angela zum ersten Schluck aus der Tasse ansetzen wollte, hielt sie noch mal inne: „Weißt du, ich glaube, Sterne sind ein Symbol für die Treue Gottes zu uns Menschen. Gott ist immer bei uns, in ihm sind wir geborgen. Gott begleitet uns durchs Leben und schenkt uns Orientierung. Und schließlich führt er uns zum Ziel.“

Eine schöne Advents- und Weihnachtszeit mit vielen segensreichen Gedanken wünscht Ihnen

Ihre Pfarrerin Dr. Mandy Rabe

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